Mitten in der Pandemiekrise sucht Facebook nach neuen Mitarbeitern für sein Kryptographie-Projekt Libra. Laut einem Bericht von The Irish Time von diesem Montag beabsichtigt Facebook, bis Ende 2020 50 Stellen in Irland zu eröffnen.

Die neuen Stellen sind Teil eines Plans zur Erweiterung des Teams von Calibra, der Finanzdienstleistungstochter von Facebook. Calibra, die Facebook-Tochtergesellschaft, die im vergangenen Jahr zur Entwicklung der Waage-Brieftasche gegründet wurde, hat bereits ein Team in Dublin, Irland.

Laut Calibra hat das riesige soziale Netzwerk derzeit mehr als 5.000 Beschäftigte in Irland, verteilt auf die verschiedenen Mitgliedsunternehmen. Unter ihnen Bitcoin Revolution, dessen Team in diesem Jahr mit dem Fortschreiten der Startpläne des Projekts verstärkt wird.

Facebook eröffnet neue Stellen für Calibra

In einer Zeit der Unsicherheit für viele Unternehmen weltweit erweitert Facebook seine Aktivitäten in Irland und stellt mehr Mitarbeiter ein. Die Betriebsleiterin von Calibra, Laura Morgan Walsh, sagte, das Unternehmen wolle „in dieser Zeit der globalen Unsicherheit“ weiterhin in das Team in Dublin investieren.

Der Leiter von Calibra verriet auch einige der Experten, die das Unternehmen für die Bildung des lokalen Projektteams sucht:

Wir rekrutieren aktiv Experten in den Bereichen Betrug, Compliance, Personalmanagement und Kundenservice, um unser Betriebsteam, das das Calibra-Portfolio unterstützt, zu erweitern.

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Der Leiter von Facebook Irland, Gareth Lambe, bekräftigte, dass das europäische Land „eine zentrale Rolle“ in den gesamten globalen Aktivitäten des Unternehmens spiele.

Wir verfügen über rund 60 Teams, darunter Ingenieure, Sicherheitsexperten, Politikexperten, Marketing- und Vertriebsmitarbeiter mit einer Reihe von globalen und regionalen Teams, die von Irland aus geleitet werden.

Neue Facebook-Pläne

Die Nachricht über die Erweiterung des Calibra-Teams kommt kurz nachdem Facebook eine neue Änderung der Pläne für das Libra-Projekt angekündigt hat.

Wie DiarioBitcoin in der vergangenen Woche berichtete, hat die Waage-Vereinigung als Reaktion auf Bedenken der Finanzaufsichtsbehörden das Libra-Whitepaper neu gestaltet. Nun plant das Unternehmen die Ausgabe mehrerer Stablecoins, die mit verschiedenen Fiat-Währungen hinterlegt sind.

Zu den neuen Änderungen an der Waage gehört auch, dass das Projekt nun über ein strengeres System für Anti-Geldwäsche-Kontrollen und andere Maßnahmen verfügen wird, die den Aufsichtsbehörden in der Vergangenheit Sorgen bereitet haben. Facebook berichtete auch, dass es dabei ist, von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine Lizenz für Zahlungssysteme zu erhalten.

Zuvor hatte Facebook Anfang 2016 eine E-Geld-Lizenz von der Central Bank of Ireland erhalten. In diesem Sinne hat sie auch angedeutet, dass das Tempo ihrer Neueinstellungen für Calibra in diesem Land weiterhin von den Reaktionen der Regulierungsbehörden abhängen wird.